Arbeitskreise der Schmalenbach-Gesellschaft
Zu den herausragenden Verdiensten der ‚Schmalenbach-Vereinigung’ gehört es, dass sie mit der Einrichtung von Arbeitskreisen erstmalig echte Teamarbeit auf dem betriebswirtschaftlichen Sektor institutionalisierte. Am 21. März 1942 schickte Eugen Schmalenbach den Korrekturabzug des Buches ‚Über Dienststellengliederung im Großbetrieb’ an seinen ehemaligen Schüler Walter Krähe, der seit 1935 im Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikat tätig war und dort während des Krieges eine leitende Position innehatte. „Ich kann mir aber denken“, hieß es in Schmalenbachs Begleitschreiben, „dass die Schrift eine gute Grundlage für eine Kommission sein würde, die vielleicht jeden Monat einmal zusammenkäme und sich die verschiedenen Punkte überlegte und die noch offenen Fragen klärte.“ Eugen Schmalenbachs Wunsch war es, dass Walter Krähe aus dem Kreis der ehemaligen Schüler geeignete Mitwirkende, „die mit entsprechender Erfahrung und mit Liebe zur Sache dabei sind“, für eine solche Kommission aussuchen und die Leitung des Arbeitskreises übernehmen solle. Im Mai 1942 nahm unter schwierigsten Bedingungen die damals aus acht Personen bestehende erste Kommission der Schmalenbach-Vereinigung ihre Arbeit auf. Die Zusammenarbeit in Arbeitskreisen hat sich in besonderem Maße als Institution des Wissenstransfers bewährt. Die Arbeitskreise stehen daher auch heute im Zentrum der Schmalenbach-Gesellschaft. Sie werden vom Vorstand der Schmalenbach-Gesellschaft eingerichtet und jeweils von einem Hochschullehrer und einem Wirtschaftspraktiker gemeinsam geleitet. Sie befassen sich mit aktuellen betriebswirtschaftlichen Fragestellungen und erarbeiten Lösungen für unterschiedliche betriebswirtschaftliche Problemstellungen, die im Dialog von Wissenschaft und Praxis diskutiert, zum Teil auch implementiert werden. Fast sieben Jahrzehnte nach Gründung des ersten Arbeitskreises engagieren sich heute über 600 Experten aus Wissenschaft und Praxis in aktuell 24 Arbeitskreisen. |