Der Schmalenbach-Preis ist eine herausragende wissenschaftliche Auszeichnung im deutschsprachigen Raum für betriebswirtschaftliche Forschung. Er wird jährlich von der Schmalenbach-Stiftung vergeben und zeichnet Dissertationen aus, die theoretisch fundiert, empirisch präzise und anwendungsorientiert sind und einen wissenschaftlichen Fortschritt leisten. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und würdigt Arbeiten, die in der Tradition Eugen Schmalenbachs stehen – also die Verbindung von Forschung und Wirtschaftspraxis fördern.

Auszeichnung mit Wirkung

Der Schmalenbach-Preis würdigt exzellente wissenschaftliche Leistungen, die akademische Fundierung mit hoher Relevanz für die betriebswirtschaftliche Praxis verbinden. Ziel der Auszeichnung ist es, praxisnahe Fragestellungen weiterzuentwickeln und innovative Forschungsansätze sichtbar zu machen. Die Preisverleihung findet regelmäßig im Rahmen der Veranstaltungen der Schmalenbach-Gesellschaft statt.

Teilnahme und Voraussetzungen

Ausgezeichnet werden Dissertationen, die durch ihren jeweiligen Betreuer und Gutachter ("Doktorvater/Doktormutter") hierfür vorgeschlagen werden. Von einem Lehrstuhl kann nur eine Arbeit eingereicht werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Die vorgeschlagene Dissertation muss wissenschaftlich exzellent und zugleich von hoher praktischer Relevanz für die Betriebswirtschaftslehre sein. Voraussetzung ist eine abschließende Bewertung mit der Note summa cum laude sowie die Einschätzung der vorschlagenden Betreuungsperson, dass die Arbeit einen bedeutsamen praxisorientierten Beitrag leistet. Diese Einschätzung muss im Vorschlag kurz begründet werden. Bei kumulativen Dissertationen sollen wesentliche Teile in peer-reviewten oder anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht beziehungsweise publikationsfähig sein. Zugelassen sind deutsch- oder englischsprachige Arbeiten, die an einer betriebswirtschaftlichen Fakultät in Deutschland, Österreich oder der Schweiz angenommen wurden; der Abschluss des Promotionsverfahrens darf zum Einsendeschluss höchstens zwölf Monate zurückliegen.

Zudem wird die Bereitschaft zur Erstellung eines Beitrags für Schmalenbach IMPULSE vorausgesetzt.

Auswahlverfahren

Der hohe Anspruch, den die Schmalenbach-Stiftung an eine Prämierung stellt, wird durch die in das Begutachtungsgremium berufenen Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis gewährleistet. Die Jurorinnen und Juroren werden durch den Vor­stand der Schmalenbach-Stiftung bestellt.

So reichen Sie eine Arbeit ein

Zur Bewerbung bitte über das folgende Online-Formular registrieren und parallel alle benötigten Dateien
per E-Mail einreichen:  stiftung@schmalenbach.org

Benötigte Unterlagen (Bitte nur in digitaler Form):

  • Begründung des Vorschlags, inkl. Stellungnahme zur Anwendungsorientierung, Praxisrelevanz und zum Status der Veröffentlichungen
  • PDF-Version der Dissertationsschrift
  • Lebenslauf des Doktoranden / der Doktorandin
  • Promotionsurkunde
  • Erst- und Zweitgutachten der Dissertation
  • Ausgefülltes Formular zur Feststellung des Eigenanteils der einzelnen Veröffentlichungen im Rahmen einer kumulativen Promotion

Bewerbungsschluss:

Bewerbungsschluss ist der 31. Mai eines jeden Jahres. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Preisträger der vergangenen Jahre

  • 2025

    Dr. Ann-Katrin Eicke

    Artificial Intelligence in Organizations Behavioral Perspectives on Innovation and Strategy in the Algorithmic Era

    Die mit summa cum laude bewertete Dissertationsschrift von Dr. Ann-Katrin Eicke widmet sich der Frage, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) zu Innovationszwecken nutzen können. Bestehend aus drei Projekten liefert die kumulative Dissertation als eine der ersten ihrer Disziplin Erkenntnisse und konkrete evidenzbasierte Empfehlungen für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Unternehmen dazu, wie die zunehmende Interaktion mit KI, insbesondere generativer KI, das Denken und Innovationsverhalten von Menschen verändert (Studie 1), wie Unternehmen eine KI-Strategie aufbauen und notwendige komplementäre Ressourcen managen können, um technologische Innovationspotenziale zu hebeln (Studie 2) und wie Unternehmen die Innovationsgewinne aus einer strategischen Einbettung von KI mit kostspieligen Ressourcenallokationen balancieren und somit einen abnehmenden Grenznutzen einer stärkeren KI-Orientierung erfahren (Studie 3).

    Dr. Ann-Katrin Eicke ist Assistenzprofessorin am Institut für Leadership und Organisation an der LMU München.

  • 2024

    Dr. Tobias Blay

    Navigating the Future of Work: New Perspectives on Virtual Collaboration

    Tobias Blay hat eine herausragende Dissertationsschrift an der Schnittstelle der Themenfelder Personalmanagement und "Organizational Behavior" vorgelegt, die mit der Note summa cum laude bewertet wurde. Die Dissertation beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema, relevant für Theorie und Praxis. Infolge der Digitalisierung und der COVID-19-Pandemie hat sich die Art und Weise, wo und wie gearbeitet wird, stark verändert. Unternehmen setzen zunehmend auf virtuelle Formen der Zusammenarbeit (z.B. virtuelle Teams, Telearbeit, etc.). Als Reaktion darauf hat die Forschung an der Schnittstelle der Gebiete Personalmanagement und "Organizational Behavior" damit begonnen, die Motivation und Antezedenzien der virtuellen Arbeit zu erforschen, um die Folgen dieser Arbeitsformen für Individuen und Unternehmen besser verstehen zu können.

  • 2023

    Dr. Qi Gao Fritz

    From Disclosure to Transparency: Essays on Firms' Voluntary Disclosure in a Transforming Environment

    Preisträgerin in 2023 ist Dr. Qi Gao Fritz für die Arbeit "From Disclosure to Transparency: Essays on Firms' Voluntary Disclosure in a Transforming Environment". Frau Dr. Fritz‘ bisherige Leistungen verdienen allerhöchste Wertschätzung, weil sie praktische Relevanz und wissenschaftliche Rigorosität auf vorbildlichste Weise verbinden: Zum einen widmet sie sich nämlich aus unternehmerischer Sicht hochrelevanten und hochaktuellen Themen, indem sie sich mit Fragestellungen der Digitalisierung und der ESG-Berichterstattung auseinandersetzt. Zum anderen sind ihre Forschungsbeiträge methodisch innovativ und erfüllen höchste Qualitätsmaßstäbe. So wurde ihr Beitrag "The (Limited) Power of Blockchain Networks for Information Provision", der in Ko- Autorenschaft mit B. Franke (Universität Würzburg) und A. Stenzel (Bank of Canada) verfasst wurde, in der A+ Zeitschrift Management Science publiziert. Frau Dr. Fritz ist seit August 2023 tenurierter Assistant Professor an der SKEMA Business School in Paris.

  • 24. Schmalenbach-Preis 2022
    Dr. Cristina Mihale-Wilson / "Contextual Antecedents and Consequences of Technology Adoption and Use"
  • 23. Schmalenbach-Preis 2021
    Dr. Simon Schafheitle / "Towards a Nuanced Understanding of 21st-century Workplaces - Broadening the Configurational Perspectives of Organizational Control and Trust of Leaders"
  • 22. Schmalenbach-Preis 2020
    Dr. Max Reinwald / "Putting Workplace Demography in Context: A Cross-Level Perspective"
  • 21. Schmalenbach-Preis 2019
    Dr. Matthias Gries / "Umsatzsteuerliche und statistische Untersuchung der Meldeverpflichtungen im innergemeinschaftlichen Warenverkehr - Eine normative und quantitative Analyse zum Bürokratieabbau in den Unternehmungen am Beispiel der Siemens AG"
  • 20. Schmalenbach-Preis 2018
    Dr. Florian Klassmann / "Essays on the Economic Consequences of Interim Reporting – International Evidence on the Role of Reporting Frequency, Filing Lag, and Auditor Assurance"
  • 19. Schmalenbach-Preis 2017
    Dr. Max Backhaus / "Econometric Essays on Protecting, Growing, and Benefiting From Customer Based Brand Equity"
  • 18. Schmalenbach-Preis 2016
    Dr. Anna Feller / "Essays on Corporate Tax Planning and Corporate Tax Avoidance – Why Tax Expense Differs Across Firms?"
  • 17. Schmalenbach-Preis 2015
    Dr. Christian Maier / "Technostress: Theoretical foundation and empirical evidence"
  • 16. Schmalenbach-Preis 2014
    Dr. Christoph Seebach / "Business Agility and Social Media - A Sensing Perspective"
  • 15. Schmalenbach-Preis 2013
    Dr. Michael Becker-Peth / "Behavioral Supply Chain Contracting. Decision Biases in Behavioral Operations Management."
  • 14. Schmalenbach-Preis 2012
    Dr. Christine Kaufmann / "The Influence of Information Presentation, Psycholo­gical Mechanisms, and Personal Characteristics on Households' Financial Decision Ma­king."
  • 13. Schmalenbach-Preis 2011
    Dr. Christian Schlereth / "Optimale Preisgestaltung von internetbasierten Diensten."
  • 12. Schmalenbach-Preis 2010
    Dr. Ju-Young Kim / "Innovationen im Pricing."
  • 11. Schmalenbach-Preis 2009
    Dr. Tobias Eichner / "Restructuring and Turnaround of Distressed Manufacturing Firms – An International Empirical Study."
  • 10. Schmalenbach-Preis 2008
    Dr. Oliver Hinz / "Interaktive Preismechanismen in dynamischen Märkten."
  • 9. Schmalenbach-Preis 2007
    Dr. Stefan Menzel / "Prognose der Entwicklung von Geschäftsbeziehungen und der Wirkung von Marketingansprachen im Privatkundengeschäft von Banken. Empirischer Vergleich alternativer Modelle zur Steuerung des Direktmarketing."
  • 8. Schmalenbach-Preis 2006
    Dr. Thomas Mählmann / "Development and risk quantification of internal credit rating systems.
  • 7. Schmalenbach-Preis 2005
    Dr. Christopher Sürie / "Time Continuity in Discrete Time Models - New Approaches for Production Planning in Process Industries."
  • 6. Schmalenbach-Preis 2002
    Dr. Frank J. Plaschke / "Die Gestaltung wertorientierter Management-Incentivesysteme auf Basis interner Wertkennzahlen."
    Dr. Dirk Simons / "Die Überlassung von Aktienoptionen als Instrument der Zielharmonisierung zwischen Management und Anteilseignern."
  • 5. Schmalenbach-Preis 1999
    Dr. Thorsten Blecker / "Unternehmung ohne Grenzen – ein modernes Konzept zum erfolgreichen Bestehen im dynamischen Wettbewerb."
    Dr. Thomas Mannemeusel / "Dezentrale Produktionslenkung unter Nutzung nichthierarchischer Koordinationsformen."
    Dr. Jörg H. Mayer / "Ansätze effizienter Führungsinformationssysteme für die internationale Management-Holding."
  • 4. Schmalenbach-Preis 1997
    Dr. Frank Richter / "Konzeption eines marktwertorientierten Steuerungs- und Monitoringsystems."
  • 3. Schmalenbach-Preis 1994
    Dr. Martin Wansleben / "Maßnahmen zur Neu-Strukturierung im Maschinenbau."
    Uwe Renald Müller / "Neugestaltung der Führungsorganisation zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit."
  • 2. Schmalenbach-Preis 1992
    Dr. Klaus Kaiser / "Kosten- und Leistungsrechnung bei automatisierter Produktion."
  • 1. Schmalenbach-Preis 1988
    Dr. Heinz van Deelen / "Kostenoptimale Arbeits- und Betriebszeiten."
    Dr. Hans-Otto Günther / "Produktionsplanung bei flexibler Personalkapazität."

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