Arbeitskreis Corporate Governance Reporting

Kurzinfo

Gründung: 2014

Aktuelle Themen:

  • Entwicklung eines rechtlich und betriebswirtschaftlich geschlossenen Konzepts für ein extern orientiertes CGR
  • Entwicklung von Grundsätzen ordnungsmäßiger CG-Berichterstattung für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften

Ziele des Arbeitskreises

Vor dem Hintergrund der nationalen und internationalen Bestrebungen zur Weiterentwicklung der Führung und Überwachung von Unternehmen (Corporate Governance) ist in jüngerer Zeit im Kontext gestiegener Informationsbedürfnisse des Kapitalmarktes zunehmend die Frage nach der Entwicklung eines rechtlich und betriebswirtschaftlich geschlossenen Konzepts für ein extern orientiertes Corporate Governance-Reporting (CGR) in den Mittelpunkt des Interesses von Wissenschaft und Praxis gerückt. Insbesondere die Regelungen zur Veröffentlichung von Corporate Governance-Informationen nach unterschiedlichen Gesetzen (z. B. HGB, AktG, GmbHG) und dem Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Fülle verschiedener Publikationsmedien (z. B. Anhang, Lage- und Geschäftsbericht sowie Erklärung zur Unternehmensführung) erschweren es sämtlichen Stakeholdergruppen, in angemessener Zeit und mit hinreichender Sicherheit entscheidungsnützliche Informationen über die Qualität der Corporate Governance eines Unternehmens in systematischer Form zu erlangen. Darüber hinaus unterliegen eine Vielzahl bedeutender Corporate Governance-Informationen nicht der Prüfungsungspflicht durch den Abschlussprüfer (z. B. § 317Abs. 2 Satz 3 HGB), womit die Lücke zwischen den Stakeholdererwartungen und der normkonformen Ausübung des Prüfungsauftrages weiter steigt.

Das Ziel des Arbeitskreises ist zunächst auf die Entwicklung von widerspruchsfreien Grundsätzen ordnungsmäßiger Corporate Governance-Berichterstattung für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften i. S. d. § 264 d HGB mit entsprechenden Berichtsinhalten ausgerichtet, die dann in ein von anderen Publizitätsmedien (z. B. Lagebericht und Integrated Reporting) klar abgrenzbares, separates und jährliches CGR eingehen. Die relevanten Grundsätze und Berichtsinhalte sollen mithilfe der hermeneutischen Auslegungsmethode unter Einbeziehung internationaler Entwicklungen abgeleitet werden, wobei insbesondere die  Informationsbedürfnisse sämtlicher Stakeholdergruppen bezüglich der Corporate Governance im Rahmen eines harmonischen Konzepts zu berücksichtigen sind. Im Ergebnis sollen in das CGR zumindest alle wesentlichen Informationen eingehen, die sich gegenwärtig verstreut in unterschiedlichen Vorschriften und Publikationsmedien zur Corporate Governance wiederfinden.

Weiterhin ist geplant, Grundsätze für eine ordnungsmäßige Prüfung des CGR zu entwerfen, die den Überwachungsträgern der Corporate Governance (z. B. Vorstand, Aufsichtsrat, Abschlussprüfer, Enforcement) als Leitlinie für die Planung, Durchführung und Berichterstattung der Prüfung des CGR empfohlen werden sollen, wobei auch beabsichtigt wird, ein Konzept für die jährliche Pflichtprüfung des CGR durch den Abschlussprüfer zu entwickeln.


Publikationen

  • Diversity Reporting als Bestandteil des Corporate Governance Reportings. In: Betriebswirtschaftliche Implikationen der digitalen Transformation. ZfbF Sonderheft 72/17. Hrsg. von Stefan Krause und Bernhard Pellens, Wiesbaden 2017, S. 355-373.
  • Weiterentwicklung der Unternehmensberichterstattung. In: Der Betrieb, 69. Jg. 2016, S. 2130-2132.

Öffentliche Sitzungen

  • 69. Deutscher Betriebswirtschafter-Tag 2015: Erste Thesen zur Weiterentwicklung des Corporate Governance Reporting

Mitglieder des Arbeitskreises

 Barckow

Barckow, Prof. Dr. Andreas, Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) e.V.

Buhleier

Buhleier, WP StB Dr. Claus, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 Dehnen

Dehnen, RA Peter H., DEHNEN.Rechtsanwälte

 Freidank

Freidank, StB Prof. Dr. Carl-Christian, Universität Hamburg

 Kajüter 100x125

Kajüter, Prof. Dr. Peter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

  Kaspar, LL.B. Martin, PricewaterhouseCoopers GmbH WPG
 Leyens 100x125 Leyens, Prof. Dr. Patrick C., LL.M., Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht
 Müller 100x125

Müller, Prof. Dr. Stefan, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

 Needham 100x125

Needham, Sean-Pierre, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

 Sassen 100x125

Sassen, PD Dr. Remmer, Universität Hamburg

 Schartmann 100x125

Schartmann, Dipl.-Kfm. Bernd, Deutsche Post DHL

 Scheffler

Scheffler, WP Prof. Dr. Eberhard, Hogan Lovells International LLP

 

Schick, Dr. Werner Paul, Siemens AG

 Simon-Heckroth 100x125

Simon-Heckroth, WP StB Dipl.-Kfm. Ellen, BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 Speich 100x125

Speich, MBA CFA Ingo, Union Investment Privatfonds GmbH

 Velte 100x125

Velte, Prof. Dr. Patrick, Leuphana Universität Lüneburg

 Vetter

Vetter, Prof. Dr. Jochen, Hengeler Mueller Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB

 Weber 100x125

Weber, StB Prof. Dr. Stefan C., FH Wedel Gemeinnützige Schulgesellschaft mbH

 Werder 100x125

v. Werder, Prof. Dr. Axel, Technische Universität Berlin

Leiter des Arbeitskreises


http://www.schmalenbach.org/images/stories/Fotos/Arbeitskreise/corporate_governance_reporting/M%C3%BCller_100x125.jpg
Prof. Dr. Stefan Müller
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

Buhleier
WP StB Dr. Claus Buhleier
Partner, Leiter des Deloitte Center
für Corporate Governance /
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungs-
gesellschaft

Kontakt

Arbeitskreis Corporate Governance Reporting
Sean-Pierre Needham, M. Sc.
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
needhams@hsu-hh.de
T +490 40 - 6541 36 60